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Jesu „Ich bin“-Aussagen E-Mail Drucken
Geschrieben von Vereinte Kirche Gottes  
Friday, 20 September 2019

Jesu „Ich bin“-Aussagen

In den ersten vierzehn Versen seines Evangeliums legt Johannes das Fundament für seine Auseinandersetzung mit den gnostizistischen Irrlehren, die sich in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. in der Gemeinde zeigten. Im weiteren Verlauf seines Berichts über das Leben und Wirken Jesu setzt Johannes seine Widerlegung dieser Irrlehren fort, indem er mehrmals Zitate Jesu anführt, die alle eine Gemeinsamkeit aufweisen. Es sind die „Ich bin“-Aussagen Jesu.

Was ist das Besondere an diesen Aussagen?
Das wird klar, wenn man bedenkt, dass die ursprüngliche Sprache der Zitate, die Johannes für uns niedergeschrieben hat, nicht dieselbe ist wie die Sprache, die Johannes für das Abfassen seines Evangeliums benutzte. Jesus sprach Aramäisch mit seinen Jüngern bzw. Landsleuten.

Das Johannesevangelium steht uns aber in Griechisch zur Verfügung. Und wir lesen diese Zitate in unserer deutschen Übersetzung der Bibel, womit noch mehr Distanz zur ursprünglichen Bedeutung entstehen kann.

Aramäisch war zur Zeit Jesu im Heiligen Land weitverbreitet. Aramäisch ist zwar nicht Hebräisch, aber wie die hebräische Sprache gehört Aramäischzum nordwestlichen Zweig der semitischen Sprachen und ist somit dem Hebräischen nahe verwandt. Mit der wiederholten Aussage „Ich bin“ in Aramäisch wies Jesus auf den Namen Gottes im Alten Testament hin:

„Mose aber antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme und ihnen sage:
Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen:
Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? Da sprach Gott zu Mose:
,Ich bin, der ich bin.‘
Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen:
Der ,Ich bin‘ hat mich zu euch gesandt“
(2. Mose 3,13-14; Elberfelder Bibel; alle Hervorhebungen durch uns).
In einer Fußnote der Gute Nachricht Bibel zu Johannes 8, Vers 58 lesen wir:
„Die Antwort von Jesus enthält eine Anspielung auf 2. Mose 3,14.“
Zu Jesu Verwendung von „Ich bin“ heißt es weiter:
„Jesus verwendet hier die Formel, mit der im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich seinem Volk gegenüber als den Retter und Herrn der Welt bezeichnet."
Mit seinen „Ich bin“-Aussagen sagte Jesus seinen Landsleuten sinngemäß, dass er der „Ich bin“ des Alten Testaments war. Dass die Juden verstanden, was Jesus damit meinte, erkennen wir daran, dass sie ihn einmal steinigen wollten, als er von sich feststellte, er sei „Ich bin“!

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang heutige Christen, die Jesu Göttlichkeit ablehnen, aber großen Wert auf die Verwendung eines hebräischen Namens für Jesus legen – obwohl die Bibel uns diesen hebräischen Namen nicht nennt. Würden diese Christen dieselbe Gewichtung den „Ich bin“- Aussagen Jesu in Aramäisch gelten lassen, würden sie erkennen, wer Jesus wirklich war – der fleischgewordene Gott, der zur Zeit des Alten Testaments als „das Wort“ mit den Patriarchen und dem Volk Israel interagierte!

Die „Ich bin“-Aussagen des Johannesevangeliums lassen sich in zwei Gruppen einteilen.
In der einen Gruppe finden wir die sieben prädikativen „Ich bin“ - Aussagen, in denen Jesus eine göttliche Funktion für sich in Anspruch nimmt. In allen sieben kombiniert Jesus „Ich bin“ mit gewaltigen Metaphern, die seine rettende Funktion für die Welt ausdrücken.

Bei den anderen Aussagen steht „Ich bin“ für sich allein:

- Das Brot des Lebens (Jh 6,10).
- Das Licht der Welt (Jh 8,12).
- Die Tür (Jh 10,7 + 9).
- Der gute Hirte (Jh 10,11).
- Die Auferstehung und das Leben (Jh 11,25-26).
- Der Weg, die Wahrheit und das Leben (Jh 14,6).
- Der wahre Weinstock (Jh 15,1 + 5).

Die wohl wichtigste „Ich bin“-Aussage Jesu, die der Apostel Johannes für uns festgehalten hat lesen wir in Johannes 8,24:

„Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden“
In diesem Vers ist es der Fall, dass das Wort „es“ hinzugefügt wurde.
Jesus sagte „Ich bin“ und nicht „Ich bin es“.
Begreifen Sie die Tragweite dieser Aussage?
Wer nicht erkennt bzw. erkennen will, dass Jesus der fleischgewordene „Ich bin“ war, der mit den Patriarchen, Propheten und dem Volk Israel interagierte, wird „in seinen Sünden sterben“ – er hat keinen Erlöser!

 

Jesus war nicht nur ein Mensch, er war Immanuel – „Gott mit uns“ (Matthäus 1,23)!

Text entnommen aus der Zeitschrift "Intern" August 2019 der Vereinten Kirche Gottes.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 20 September 2019 )
 
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