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Der Versöhnungstag, der Teufel und Sie E-Mail Drucken
Geschrieben von Victor Kubik  
Friday, 11 October 2019

Der Versöhnungstag, der Teufel und Sie

„Stolz ist das Kohlenmonoxid der Sünde. Es tötet dich leise und langsam, ohne dass du es überhaupt weißt.“
Das schreibt der amerikanische Theologe Timothy Keller. Ich kann dieser Analogie nur zustimmen. Kohlenmonoxid ist ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas. Man kann es nicht sehen oder riechen, aber wenn es in einen geschlossenen Raum sickert, in dem man sich befindet, kann man ohne Vorwarnung durch Erstickung sterben. Viele sind auf diese Weise gestorben.

In ähnlicher Weise hat der Stolz viele Menschen geistig erstickt, einschließlich der Hohen und Mächtigen. In meinen 50 Jahren als Prediger habe ich dies zu oft erlebt, einschließlich des tragischen Schiffbruchs fähiger und vielversprechender Prediger.

Vor dem Versöhnungstag gibt es wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt, um über dieses Thema – diesen unsichtbaren „Elefanten im Raum“, der in unserer Mitte wohnt – zu sprechen.

Der Versöhnungstag zeigt die Entfernung Satans aus unserer Gegenwart zu Beginn der tausendjährigen und ewigen Herrschaft Jesu Christi.
Erstens, Christus kehrt auf die Erde zurück, symbolisch dargestellt durch den Posaunentag.
Das Laubhüttenfest, das folgt, zeigt das kommende Reich Gottes.
Zwischen diesen Ereignissen liegt jedoch der Versöhnungstag, der die Entfernung desjenigen darstellt, der das Böse auf diese Erde gebracht hat und dessen Hauptaufgabe es ist, die Menschheit, die Erben des Reiches Gottes, zu ersticken. Satan ist derjenige, der „die Nationen geschwächt“ und die Kirche geschwächt hat.

Beachten Sie den biblischen Bericht in Jesaja und Hesekiel, der beschreibt, wie Luzifer sich in Satan verwandelte:

„Du Morgenstern, wie konnte es geschehen, dass du vom hohen Himmel niederstürztest? Du hast so viele Völker unterworfen, jetzt liegst du selbst zerschmettert auf der Erde! In deinem Herzen hattest du beschlossen: Ich steige immer höher, bis zum Himmel. Dort oben will ich meinen Thron errichten, ich will noch höher sein als Gottes Sterne. Ich setze mich im Rat der Götter nieder, im fernsten Norden, auf dem Götterberg. Ich steige höher, als die Wolken reichen, dann endlich gleiche ich dem Allerhöchsten! Doch in den Abgrund wurdest du geworfen, bis auf den tiefsten Grund der Totenwelt!“ (Jesaja 14,12-15; Gute Nachricht Bibel; alle Hervorhebungen hinzugefügt).

 

„Hochmütig war dein Herz geworden, weil du so schön warst. Du hast deine Weisheit vernichtet, verblendet vom strahlenden Glanz. Ich stieß dich auf die Erde hinab. Den Blicken der Könige gab ich dich preis, damit sie dich alle begaffen“ (Hesekiel 28,17; Einheitsübersetzung).

Ich, Ich, Ich, Ich, Ich

 

Fünfmal ist das Hauptinteresse Luzifers nur auf sich selbst gerichtet. Bei Stolz dreht sich alles ums „Ich“. Seine narzisstische Beschäftigung mit sich selbst führte zu seiner Rebellion gegen Gott. Sein Hochmut konzentrierte sich dann auf seine perverse Leidenschaft, die göttliche Welt zu übernehmen.

Aber als er – in seinem Stolz – Gott angriff, wurde er niedergeschlagen und auf die Erde geworfen. Er und seine dämonische Horde gaben jedoch nicht auf und setzten ihre böse, irrationale Arbeit bis heute fort. Satan ist immer noch in den Geschehnissen dieser Welt aktiv.

Satans Charakterzüge wuchsen und wichen von der Beschäftigung mit dem Ich hin zu Anklage, Täuschung und Zerstörung. Satan wird als der unaufhörliche „Ankläger der Brüder“ bezeichnet:

„Dann hörte ich eine mächtige Stimme im Himmel sagen: Jetzt ist es geschehen: Unser Gott hat gesiegt! Jetzt hat er seine Gewalt gezeigt und seine Herrschaft angetreten! Jetzt liegt die Macht in den Händen des Königs, den er gesalbt und eingesetzt hat! Der Ankläger unserer Brüder und Schwestern ist gestürzt; er, der sie Tag und Nacht vor Gott beschuldigte, ist nun aus dem Himmel hinausgeworfen. Unsere Brüder und Schwestern haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr standhaftes Bekenntnis. Sie waren bereit, dafür ihr Leben zu opfern und den Tod auf sich zu nehmen“ (Offenbarung 12,10-11; Gute Nachricht Bibel).
Dies ist sein Anliegen seit Jahrtausenden. Aus der Geschichte Hiobs geht hervor, dass Satan einen Fehler fand und die Motive von Hiob in Frage stellte, Gott zu gehorchen. Er drückte die schlimmstmöglichen Gedanken über Hiob aus, auch nachdem Gott Hiob als tadellos beurteilt hatte:
„Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet! Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und seine Herden breiten sich im Land aus. Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat; lass sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht absagen wird!“ (Hiob 1,8-11; ebenda).
Satans ständige Denkweise besteht aus Anklage, Kritik und Verurteilung. Wenn wir den Versöhnungstag halten, sollten wir über diese destruktive, betrügerische und spaltende Denkweise nachdenken.

 

Satan ist auch der Vater der Lügner und der Zerstörer. Beachten Sie die Worte Jesu:

„Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge“ (Johannes 8,44; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).
„Und sie haben als König über sich den Engel des Abgrunds; sein Name ist auf Hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon“ (Offenbarung 9,11; Schlachter-Bibel). Abaddon und Apollyon bedeuten beide „Zerstörer“.

 

Am Versöhnungstag denken wir nicht nur an den Einfluss des Teufels auf die Menschheit im Allgemeinen, sondern auch daran, wie wir persönlich mit seiner bösen Natur in uns umgehen.

Stolz, Anklage und Betrug, die zu zerstörerischen Handlungen führen, sind mitten unter uns, und wenn sie nicht gesteuert werden, werden sie zu geistlicher Erstickung führen.

Der Apostel Jakobus sagt uns, wie wir das handhaben sollen:

„Aber in seiner Gnade will er uns noch viel mehr schenken; denn es heißt auch: Gott widersetzt sich den Überheblichen, aber denen, die gering von sich denken, wendet er seine Liebe zu. Deshalb ordnet euch Gott unter! Leistet dem Teufel Widerstand, und er wird vor euch fliehen. Nähert euch Gott, und er wird sich euch nähern. Reinigt eure Hände von Schuld, ihr Sünder! Gebt eure Herzen Gott hin, ihr Unentschlossenen! Klagt über euren Zustand, trauert und weint! Nicht mehr lachen sollt ihr, sondern weinen. Euer Jubel soll sich in Jammer verkehren und eure Freude in Trauer. Beugt euch tief vor dem Herrn, dann wird er euch hoch erheben! Liebe Brüder und Schwestern, verleumdet einander nicht! Wer seinen Bruder oder seine Schwester verleumdet oder verurteilt, verleumdet und verurteilt damit das Gesetz Gottes, das ein solches Verhalten untersagt. Anstatt das Gesetz zu befolgen, wirft er sich zum Richter auf“ (Jakobus 4,6-11; Gute Nachricht Bibel).
Am Versöhnungstag betont Gott dies uns gegenüber persönlich durch das Fasten. Wir sind angehalten, vollständig zu fasten, um diese Fehler in unserer Denkweise ernsthaft zu prüfen. Wir widersetzen uns dem Teufel, indem wir uns Gott nähern. Das Fasten erhöht dieses Bewusstsein und demütigt uns. Demut ist das Gegenteil von Stolz, der alle Taten Satans einleitet.

 

Wir müssen unsere eigenen Gedanken und Taten prüfen. Wie haben wir andere beschuldigt, verurteilt und verleumdet? Wie sind wir mit der Satans Natur umgegangen?
Die folgenden Worte des Apostels Paulus geben ausdrucksvoll wieder, was wir aus der Einhaltung des Versöhnungstags lernen wollen:

„Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde von Jesus. Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt. Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften. Wer bisher von Diebstahl lebte, der soll sich jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er auch noch Notleidenden helfen kann. Redet nicht schlecht voneinander, sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht. Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein, eine Wohltat für alle. Tut nichts, was den heiligen Geist traurig macht. Als Gott ihn euch schenkte, hat er euch sein Siegel aufgedrückt. Er ist doch euer Bürge dafür, dass der Tag der Erlösung kommt. Mit Bitterkeit, Wutausbrüchen und Zorn sollt ihr nichts mehr zu tun haben. Schreit einander nicht an, redet nicht schlecht über andere und vermeidet jede Feindseligkeit. Seid vielmehr freundlich und barmherzig und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat“ (Epheser 4,25-32; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).
Mögen wir alle einen geistlich produktiven Versöhnungstag haben, wenn wir alle diese Verse betrachten und uns auf die Entfernung Satans freuen.

 

Gnade und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Im Dienst Christi,

Victor Kubik

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 11 October 2019 )
 
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