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Haben wir ein falsches Gottesbild? E-Mail Drucken
Geschrieben von Paul Kieffer  
Wednesday, 01 January 2020

Haben wir ein falsches Gottesbild?

Manche Christen vertreten die Sichtweise, dass immer dann, wenn wir etwas Negatives erleben, Gott dabei ist, uns für unsere Sünden zu bestrafen. Diese Mentalität ist nicht neu – sie hat es seit Jahrhunderten gegeben.

Auch die Jünger Jesu waren davon betroffen:

"Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?" (Johannes 9,1-2).
Die Jünger meinten, dass diese Blindheit unbedingt auf die Sünde zurückzuführen sei. Doch Jesus widersprach ihnen:
"Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm" (Vers 3).
Bei einer anderen Gelegenheit wies Jesus diese Mentalität zurück, als er die Toten beim Einsturz eines Turms in Siloah erwähnte:
"Meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? Ich sage euch: Nein ..." (Lukas 13,3-4).
Es stimmt schon, dass Gott uns prüfen kann, um uns zurechtzuweisen. Doch wenn Gott uns für jede Sünde bestrafen wollte, wäre er damit dauernd beschäftigt:
"Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst - Herr, wer wird bestehen?" (Psalm 130, 3)!
Wer meint, dass Gott hinter allem steht, was uns im negativen Sinn passiert, hat ein falsches Gottesbild! Es ist übrigens auch ein gefährliches Gottesbild, denn es lässt die Möglichkeit nicht zu, dass wir selbst verschuldet negative Dinge erleben — durch Fehlentscheidungen oder verkehrtes Handeln.

 

Gott sagt uns:

"Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen" (Hebräer 13,5).
Da er uns nie verlässt, weiß er immer, was uns passiert bzw. was mit uns los ist. Das heißt:
Auch wenn er bestimmte Dinge in unserem Leben nicht verursacht, lässt er sie doch zu. Wir wissen auch, dass alle Dinge uns zum Besten dienen können:
"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind." (Römer 8, 28).
In diesem Sinne sind die Erfahrungen Hiobs interessant. Hiob hatte nichts getan, damit Gott ihn mit dem Verlust seines Eigentums, seiner Lieben und seiner Gesundheit bestrafte (Hiob 1-2). Doch Gott ließ das alles zu, und daraus lernte Hiob etwas über sich selbst, das er sonst nie gelernt hätte. Das Endresultat war also positiv.

 

Bei allem, was wir im Leben als Christen erfahren, haben wir die Gelegenheit zur Fragestellung:
Was kann ich daraus lernen?

Paul Kieffer

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Wednesday, 01 January 2020 )
 
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