Glaubensfundamente
Startseite
Monday, 10 August 2020
Hauptmenü
Startseite
Bibellesung
Fragen und Antworten
Gedanken zum Tag
Impressum
Preisrätsel
Themen
Wir über uns
Wort zum Sabbat
Datenschutzerklärung
Selbstgerechtigkeit E-Mail Drucken
Geschrieben von Paul Kieffer  
Monday, 25 May 2020

Selbstgerechtigkeit

Es ist eine Besonderheit der menschlichen Psyche, dass mit zunehmendem Bewusstsein der eigenen vermeintlichen moralischen Überlegenheit – besonders, wenn sie sich in Werken ausdrücken lässt – die Toleranz anderen Menschen gegenüber abnimmt. Das ist ein Merkmal der Selbstgerechtigkeit.

Selbstgerechtigkeit ist das Gegenteil von göttlicher Gerechtigkeit. Sie ist eine der problematischsten aller Sünden, weil sie am schwersten zu erkennen ist. Für eine Prostituierte ist es nicht sonderlich schwer zu erkennen, was sie ist, und auch ein Mörder, Trinker oder Dieb ist sich normalerweise bewusst, dass er die moralischen Vorgaben Gottes verfehlt.

Vielleicht fällt es einem chronischen Lügner oder einem habsüchtigen Menschen mit der Zeit schwerer, sich seiner Sünden bewusst zu werden. Aber der selbstgerechte Mensch – jemand, der meint, dass er gerecht ist und von seiner Meinung felsenfest überzeugt ist – setzt sich der Gefahr aus, sich selbst zu täuschen.

Was immer er tun soll, der Selbstgerechte glaubt, es zu tun. Was immer ihm verboten sein mag, er meint, es zu unterlassen. Doch Gott sagt:

"Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten" (Römer 3,23).
Der erste notwendige Schritt im Prozess der Umkehr ist die ganz persönliche Erkenntnis der eigenen Sünden bzw. Sündhaftigkeit.

 

Das mag der Prostituierten oder dem Mörder leichtfallen, aber für einen selbstgerechten Menschen kann es zum unüberwindbaren Hindernis werden. Es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass Jesus Christus die selbstgerechten geistlichen Führer seines Volkes am heftigsten angriff, benahmen sie sich doch so, wie sich die Führer aller religiösen Richtungen zu allen Zeiten benommen haben. Religiöse Leute nehmen sich selbst oft zu wichtig. Das dürfen wir nicht tun, sondern uns so sehen, wie es der Zöllner in Jesu Gleichnis vom Zöllner und dem Pharisäer tat:

"Gott, sei mir Sünder gnädig!" (Lukas 18,13).
Nur der Zöllner ging gerechtfertigt nach Hause, so Jesus.

 

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Monday, 25 May 2020 )
 
Design by Mamboteam.com | Powered by Mambobanner.de