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Durch eine Tür müssen wir und durch eine andere dürfen wir gehen E-Mail Drucken
Geschrieben von Siegfried Schönwald  
Tuesday, 22 June 2021

Durch eine Tür müssen wir und durch eine andere dürfen wir gehen

Das heutige Thema besteht nur aus 3 Buchstaben hat aber eine so große Bedeutung, dass es z.B. in der Luther - ÜS ca. 350 mal von Gott gebraucht wird. Es muss also sehr wichtig sein.

 

Es ist die Tür.

 

Es gibt Türen,
- die immer geschlossen oder immer geöffnet sind
-die sich öffnen oder sich schließen lassen
- hinter denen nichts Gutes ist oder sich etwas sehr schönes befindet

Deshalb wird die Tür auch für unterschiedliche Gesichtspunkte von Gott benützt.
So finden wir auch das erste Beispiel schon in 1Mo 4. Kain und Abel opferten Gott, d.h., das Opfern gab es schon lange bevor es die Israeliten gab. Das Wort minhah bedeutet auch Gabe, durch die Verehrung, Dank, Huldigung und Freundschaft ausgedrückt wird. Hier gab es ein Problem, denn Gott sah das Opfer Kains nicht gnädig an und darüber wurde Kain wütend und sank sein Angesicht zur Erde. Daraufhin sagte Gott zu ihm in 1Mos 4,7:

„Ists nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.“
Schon hier nimmt Gott die Tür als Vorbild. Das galt auch schon für Kain, der aus Folge einer offenen Tür, hinter der Böses war – lt. 1Jh 3,12 und Hebr. 11,4, seinen Bruder erschlug. Aber er war nicht der Erste, der hinter seiner geistlichen Tür nichts Gutes hatte. Seine Eltern machten ihm das ja vor. Die Folge war,dass sie aus dem Garten Eden vertrieben wurden und der Eingang, also die Tür, wurde von Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, bewacht, sodass sie nicht mehr zurück konnten – 1.Mos 3,24.

 

Adam, Eva und Kain standen vor einer offenen Tür, gingen aber nicht durch, weil sie Gott nicht gehorchen wollten. Mit dieser Einstellung vermehrten sich die Menschen und ihre Bosheit nahm immer mehr zu. Das wurde so schlimm, dass es Gott reute, die Menschen geschaffen zu haben und sie mit allen Landtieren vernichtete – 1.Mose 6, 5-7.

Zu uns heute spricht Gott von einer geistigen Tür. Diese Tür können wir öffnen oder schließen. Dafür sind wir verantwortlich. Wir treffen die Entscheidung, ob wir das Gleiche tun, wie unsere Vorfahren.

„Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang an, dass wir uns untereinander lieben sollen, nicht wie Kain, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder umbrachte. Und warum brachte er ihn um? Weil seine Werke böse waren und die seines Bruders gerecht.“ (1Joh 3,11-12).
Johannes schreibt im NT, dass wir heute noch die gleiche Botschaft haben, wie sie auch Kain hatte. So haben wir auch die gleiche Tür zu unserem Herzen. Wir schließen die Tür, indem wir ungehorsam sind und die Botschaft Gottes nicht annehmen. Wie zu Kains Zeiten wird es immer so sein.
"..denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft., Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und machen den Menschen unrein.“ (Mk 7,21-23)
Also, die gleiche Sünde, von der wir bereits gelesen haben in 1Mos 4,7.

 

Was macht Gott in der Zukunft hinter der Tür zu unserem Herzen? Wie reagiert er?

„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ (Hes 36,26).
Das wird nur geschehen, wenn wir die Tür zu unserem heutigen steinernen Herzen zuschließen, so dass die Sünde nicht hinein kann.

 

Ein ähnliches Beispiel auf physischer Ebene haben wir bei der Sintflut. Dort spielte die Tür auch eine sehr wichtige Rolle. Nur Noah, seine Familie und die Tiere, die Gott in den Kasten oder Arche führte, durften überleben. Was war das besondere an dieser Tür?

„Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen.“ (1Mos 6,16).
Es gab nur eine Tür, durch die das Leben der Menschen und Landtiere, die gerettet werden sollten, durchgehen konnten. Gott selbst verschloss sie, damit ihnen nichts mehr passieren konnte. Niemand konnte mehr hinaus oder hinein. Nur weil sich diese eine Tür wieder öffnete, existieren wir und die Landtiere.
„Durch den Glauben hat "Noah" Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.“ (Hebr 11,7).
Die Tür zu Noah‘s Herzen für Gottes Wort war offen. Deshalb wurde er gerettet. Aber die Sintflut wurde schnell vergessen und die Menschheit wendete sich wieder immer weiter von Gott ab.

 

Wir kennen die Geschichte von Lot. Er hatte zwei Engel, die sich als Männer manifestiert hatten, in sein Haus geführt, damit sie dort übernachten sollten. Aber die Männer von Sodom und Gomorra wollten „Verkehr mit ihnen haben“ =1Mos 19,5 – GN-ÜS; was Lot als Sünde ihnen vorwarf in Vers 7 von 1.Mos 19 – Schl-ÜS. Draußen vor der Tür waren die sündigen Männer. Die Männer wurden wütend und sprachen – 1Mo 19,9 + 11:

„Sie aber sprachen: Weg mit dir (Lot)! Und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich noch übler plagen als jene. Und sie drangen hart ein auf den Mann Lot. Doch als sie hinzu liefen und die Tür aufbrechen wollten, griffen die Männer hinaus und zogen Lot herein zu sich ins Haus und schlossen die Tür zu. Und sie schlugen die Leute vor der Tür des Hauses, Klein und Groß, mit Blindheit, sodass sie es aufgaben, die Tür zu finden.“
Diese Tür trennte das Gute von der Sünde. Das war aber nur mit Gottes Hilfe möglich, denn diese Männer draußen waren so in Gier und Rage, dass sie sonst nicht zu bremsen gewesen wären.
Heute hat man auch vom Gesetz her, die Tür für diese Sünde geöffnet. Wer durch diese Tür geht, ist geblendet und wenn er sich nicht ändert, wird er nicht durch die richtige Tür gehen dürfen, denn wir lesen:
„Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“ 3Mos 18,22

 

und weiter in Röm 1,27 + 1Kor 6,9:

„desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen.“

Durch die Tür des ewigen Lebens dürfen sie nicht gehen, wenn sie sich nicht ändern.

 

Noch eine weitere Begebenheit sehen wir in 2Mo 12, 7. Auch bei dieser Tür ging es um Leben und Tod. Eine Gruppe musste hinein gehen und drinnen bleiben und damit sie am Leben blieben. Der Tod aber konnte nicht hinein. Warum nicht?:

„Und sie sollen von seinem Blut (Schafen / Ziegen) nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sies essen,“

 

weiter in 2Mo 12, 22 + 23:

„Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit die Oberschwelle und die beiden Pfosten. Und kein Mensch gehe zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen. Denn der HERR wird umher gehen und die Ägypter schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen.“

Durch diese Türen ging der Todesengel nicht. Wenn wir das vergossene Blut Jesu nicht annehmen, was wir durch das Halten des Passas ja tun, werden wir auch nicht geschützt hinter der Tür sein, die durch Jesu Blut geschützt ist. Auch hier, eine Tür entscheidet über Leben und Tod.

 

Eine weitere Tür benützte Gott, um seinem Volk zu zeigen, dass es Grenzen gibt, die berücksichtigt werden müssen und zwar symbolisiert an Hand einer Tür. Das sehen wir bei der Stiftshütte, Sie war das Zelt der Begegnung zwischen Gott und Mose, das Heiligtum Israels während der Wüstenwanderung. Sie stand dort so, dass jeder sah, was dort vor sich ging.

„Mose aber nahm das Zelt und schlug es draußen auf, fern von dem Lager, und nannte es Stiftshütte. Und wer den HERRN befragen wollte, musste herausgehen zur Stiftshütte vor das Lager.“ (2Mo 33,7).
Durch diese Stiftshütte konnte Mose Kontakt mit Gott aufnehmen. Wenn er das tat, ging jeder in die Tür seines Zeltes und beobachtete,was dann geschah:
„Und wenn Mose hinausging zur Stiftshütte, so stand alles Volk auf, und jeder trat in seines Zeltes Tür und sah ihm nach, bis er zur Stiftshütte kam.“ (2Mo33,8).
Dann sahen sie ein großes Ereignis, das ganz bestimmt sehr beeindruckend war:
„Und wenn Mose zur Stiftshütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Tür der Stiftshütte, und der HERR redete mit Mose.“ (2Mo 33,9).
Wer war dieser HERR, der in der Tür der Stiftshütte mit Mose redete? Man sah nur die Wolkensäule, aber nicht den, der darin war:
„Und alles Volk sah die Wolkensäule in der Tür der Stiftshütte stehen, und sie standen auf und neigten sich, ein jeder in seines Zeltes Tür.“ (2Mo 33,10).
Das Volk in der Tür seines Zeltes, neigte sich vor dem HERRN und verfolgte das ganze Geschehen. Sie sahen, dass Mose in die Wolkensäule redete.
„Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.“ (2Mo 33,11).
Wer dieser HERR war sehen wir in Joh 5, 37? Jesus selbst sagt es uns:
„Und der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt niemals seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen.“
Also konnte es nur Jesus gewesen sein! Der Vater konnte es also nicht gewesen sein!

 

Aber warum geschah das in der Tür. In die Stiftshütte durfte der Hohe Priester ja nur einmal im Jahr:

„In den andern Teil aber ging nur "einmal" im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opferte für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes.“ (Hebr. 9, 7).
Die Sünden mussten vor der Tür bekannt werden. Deshalb musste auch das Sündopfer vorher vor der Tür der Stiftshütte geopfert werden. Dort stand auch der Brandopferaltar, an dessen Fuß auch Blut gegossen werden musste. Ein junger Stier wurde vor der Tür der Stiftshütte als Sündopfer geschlachtet und ein Widder als Schuldopfer. So ist es auch Heute. Wenn wir unsere Sünden nicht bereuen und uns taufen lassen, bleibt die Tür zu Jesus verschlossen. Was erwartet diejenigen, die durch diese Tür gehen dürfen:
„Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“ (Offb 20,6).
Die heute von Gott berufen sind und ihm gehorsam sind, werden zu Priestern ausgebildet. Auch dieser Vorgang hatte einen Vorläufer. Das sehen wir, wie Mose Aaron und seine Söhne zum Priesteramt weihte. Wieder ist eine Tür daran beteiligt. Gott befahl Mose
"... versammle die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.“ (3Mos 8,3).
Nach der Weihe mussten die Priester vor der Tür ihren Dienst verrichten:
„Und ihr sollt vor der Tür der Stiftshütte Tag und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HERRN tun, dass ihr nicht sterbt; denn so ist es mir geboten.“ (3Mos 8,35).
Die Söhne Koras, die auch als Türhüter am Tempel eingeteilt waren, sangen von einer Tür, in der sie gerne sein würden und zwar im Psalm 84 und der Vers 11 darin lautet:
„Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten.“
Wozu gibt es Türhüter? Weil nur berechtigte Personen durch diese Tür gehen dürfen. Sie haben also eine wichtige Aufgabe.

 

Zu Jesu Zeiten haben heuchlerische Schriftgelehrte und Pharisäer die Menschen durch eine falsche Tür geführt. Jesus verurteilte sie:

„Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.“ (Mt 23,13-14).
Die Priester zu Jesu Zeiten kannten die Prophezeiung, dass ihr König kommen wird nach Ps 24, 7:
„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“
Aber was haben sie gemacht? Sie haben alle Türen und Toren zugemacht, so dass ja niemand auf die Idee käme, dass Jesus wirklich der prophezeite Messias ist. Die Verführungen gab es immer und gibt es auch heute natürlich noch. Deshalb müssen wir aufpassen, was hinter den Türen gelehrt wird. Eine große Versuchung ist, wenn dort gelehrt wird, was uns gut gefällt und uns dann verleitet dort zu bleiben ohne zu prüfen, ob es sich wirklich so verhält. Darauf macht uns Timotheus aufmerksam in 2Tim 4, 3:
„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, ..“
Das ist heute kein Problem, bei den sehr vielen Lehrer, Gruppen und Gemeinschaften.

 

Paulus hat uns ein Beispiel geschildert, was man tun sollte, wenn man durch eine Tür geht, hinter der die Lehre Gottes gepredigt wird in Apg 17, 11:

„Diese (also die Beröa) aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sichs so verhielte.“
Für die Zukunft wartet noch eine Tür auf Israel, auf die Gott schon lange im voraus hinweist in Jes 26, 20:
„Geh hin, mein Volk, in deine Kammer und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe.“
Sie werden wieder, wie am Passa vor dem Auszug aus Ägypten, im Haus bleiben und warten auf das schonende Vorübergehen Gottes. Dass diese Prophezeiung für die Zukunft gilt, sehen wir in Jes 26, 20:
„Denn siehe, der HERR wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Bewohner der Erde. Dann wird die Erde offenbar machen das Blut, das auf ihr vergossen ist, und nicht weiter verbergen, die auf ihr getötet sind.“
Gott bietet uns seine Hilfe an, wenn wir ihn darum bitten. Das gilt für alle, die zu dieser Zeit zur Gottes Gemeinde gehören. Damit sie dazu gehören können, sollen sie auch im Gebet mit Gott immer verbunden bleiben. Auch das sollen wir ungestört hinter einer Tür alleine mit Gott tun:
„Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater,“ (Mt 6,6).
Hinter dieser Tür sprechen wir mit Gott, sagen ihm alle unsere Sorgen und Ängsten. Bitten ihn aber auch um die Kraft und Weisheit, damit wir auf dem richtigen Weg bleiben, denn das wird immer schwieriger. Aber Gott verspricht den Gehorsamen, dass sie es schaffen werden. Seine Tür ist offen:
„Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sinds, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sinds, die ihn finden!“ (Mt 7, 13 + 14).
Was sollen und können wir tun, damit wir diese enge Pforte finden, die uns zu der wichtigsten Tür führt?:
„Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werdens nicht können.“ (Lk 13,24).
Z.B. hat es eine Gruppe schwer durch diese enge Pforte und endgültige Tür zu gehen, wie es Jesus voraussagte in Mt 19,24:
„Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.“
Das sagte er nicht, wegen des Reichtums, wie wir es lesen in Ps 52,9, sondern:
“Siehe, das ist der Mann, der nicht auf Gott sein Vertrauen setzte, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zu tun.«
Wir sehen jetzt schon, wie wichtig die Tür in der Bibel ist und dass sie eine sehr große Bedeutung hat.

 

Türen zwingen uns zu einer Entscheidung. Entscheidungen müssen wir täglich treffen.

- Warum ist hier überhaupt eine Tür?

- Was ist und machen wir vor der Tür und was ist hinter der Tür, was müssen wir dort machen?

- Bleiben wir vor der Tür oder gehen wir hindurch?

- Können wir durch jede Tür gehen?

Wir haben ja bereits gelesen, dass die Pforte eng ist, der Weg schmal ist und wenige ihn finden. Deshalb sollen wir die Tür suchen, die zur engen Pforte führt und das mit aller Kraft. Es dürfen nicht alle durch die richtige Tür gehen. Warum werden sie‘s nicht können? Gott will doch, dass alle Menschen in sein Reich kommen sollen. Wir lesen in Lk 13,27:

„Und er [also Jesus] wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!“
Das sagte er zu den Übeltäter. Wir sollen aber nicht sicher sein, dass wir einfach durch die richtige Tür gehen dürfen, sondern müssen immer weiter arbeiten:
„Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt.“ (2Jo 1,8).
Den Lohn bekommen wir nur, wenn wir gehorsam sind und somit keine Übeltäter sind. Wir können auf dem richtigen Weg sein, aber einschlafen. Dann geht es uns wie den törichten Jungfrauen. Sie hatten den hl. Geist, aber nicht genug. Was war die Folge?:
„Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.“ (Mt 25,10).
Warum reichte ihnen der hl. Geist nicht? Das sie eingeschlafen sind, war nicht ausschlaggebend, denn die klugen Jungfrauen sind ja auch eingeschlafen. Sie sind nicht im Glauben gewachsen und beständig in Kontakt mit Gott geblieben, denn Jesus sagte zu ihnen in Mt 25,12:
„Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.“
Die entscheidende wichtige Tür war endgültig zu. Strengen wir uns an, damit uns das nicht passiert. Es wird auch versucht, über andere Wege ans Ziel zu kommen, ohne durch die eine richtige Tür gehen zu müssen. Das sagt Jesus in Joh 10, 1:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber.“
Wie kann man versuchen anders in Gottes Reich zu kommen ohne durch die einzige richtige Tür gehen zu müssen oder gehen zu brauchen. Man nimmt sich das Recht und verändert das Gesetz Gottes. D.h., heidnische Festtage wurden mit einem christl. Mantel umgeben, die göttl. Festtage werden nicht gehalten. Die Gebote werden geändert und die Lebensweise Gottes wird durch eine neue moderne Moral ersetzt. Die Ansicht Gottes wäre altmodisch und muss auf den heutigen Stand geändert werden. Einige Bibeln werden langsam, aber stetig danach geändert. Große Meinungsverschiedenheiten gibt es auch über andere Themen, die bereits in manchen neuen Bibelübersetzungen zu finden sind.

 

Jetzt wird es problematisch.Denn Jesus ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Das wird bestätigt im AT und NT:

„Wer tut und macht das? Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bins, der HERR, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.“ (Jes 41,4).
Wer bestimmt, welcher Mensch durch die richtige Tür gehen gehen darf?
Gott ruft von Anfang an die Geschlechter und ist bei allen Menschen der Gleiche. Wie kann man glauben, weil wir heute eine andere Moral haben, müsste er sich ändern und wir würden dennoch durch seine einzige Tür gehen dürfen, obwohl in Hebr 13, 8 folgendes steht:
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“
Jakobus schreibt noch, was genau darunter zu verstehen ist in Jak 1,17:
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.“
Wir sehen, dass es nur eine Tür gibt, die zu Gott führt. Wo finden wir diese Tür, denn sie muss ja zu finden sein, sonst hätten wir ja keine Chancen. Hinter dieser Tür befindet sich derjenige, dessen Gesetz und Lebensweise heute zum größten Teil geändert wurde, aber man dennoch behauptet, dass man von ihm gerettet wird.

 

Jesus selbst offenbart die wichtigste Tür, die es gibt:

„Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.“ (Joh 10,7).

 

und weiter in Joh 10, 9:

„Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig (also gerettet) werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“

Was ist die Voraussetzung, dass wir durch diese Tür dürfen?:
„Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus.“ (Joh 10,3).
Auch hier sehen wir die Wichtigkeit eines Türhüters.

 

Wir müssen ihm Gehorsam sein und seine Lebensweise annehmen. Wenn wir etwas daran ändern, lässt er uns nicht durch die Tür. Er kennt die Seinen mit Namen. Das zeigt, wie wichtig wir für ihn sind.

Dass Jesus die wahre Tür ist, sieht man ja daran, dass er durch keine Tür gehen brauchte wie wir lesen in Joh 20, 26:

„Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!“
Diejenigen, die durch die richtige Tür gehen, bekommen die Aufgabe, das Evangelium vom Reich Gottes zu verbreiten. Das geht auch nicht so einfach. Man kann es tun, aber hat es Erfolg?
Auch dafür gibt es noch eine Tür. Zum Beispiel war die Tür für den richtigen Glauben für die Heiden verschlossen, bis Gott sie durch die Apostel geöffnet hatte.

 

In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.

„Als sie aber dort ankamen, versammelten sie (Barnabas und Paulus) die Gemeinde und verkündeten, wie viel Gott durch sie getan und wie er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan hätte.“ (Apg 14,27).
Das war in Antiochia wo die Gemeinde Gottes – die Nachfolger Jesu - zuerst Christen genannt wurden. Auch Paulus bestätigt das in 1Kor 16, 9: Paulus schreibt weiter:
„Denn mir ist eine Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da.“
Wir haben also die Aufgabe das Evangelium zu verkündigen. Um das bewerkstelligen zu können sollen wir um Gottes Hilfe bitten, auch wenn wir, wie Paulus, in Schwierigkeiten kommen sollten. Auch die Jünger brauchten die Gebete von den Gemeinden:
„Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin,..“ (Kol 4,3).
Wir sollen zusammen die Aufgabe erfüllen und nicht übereinander klagen oder ärgern, wenn es Probleme bzw. Schwierigkeiten gibt, wie Jakobus schreibt:
„Seufzt nicht widereinander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.“ (Jak 5,9).
Wer ist unser Richter? Wonach richtet er? Auch wir werden gerichtet und er kennt alles von uns. Wir haben ja gelesen, Jesus kennt uns mit Namen, aber nicht nur das:
„Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.“ (Die Tür Jesu steht für uns immer offen). (Offb 3,8).
Auch wir müssen eine Tür aufmachen. Die Tür des Gehorsams und des Glaubens, nachdem uns Gott gerufen hat, wir bereut haben, uns taufen ließen und auf dem richtigen Weg geblieben sind. Dann erkennen wir Jesu Stimme und dann kommt er zu uns. Dann sagt Jesus zu uns:
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Offb 3,20).
Wir dürfen nie nachlassen, sondern wachsam sein, denn wir wissen, dass er zu einer Zeit kommen wird, wann wir es nicht erwarten werden. Wenn wir vorher gestorben sind, ist der nächste Augenblick die Auferstehung. Deshalb auch die Ermahnung von Matth. In Mt 24, 33:
„Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist.“
Wenn wir durch die richtige Tür gegangen sind, gibt es keine Tür, die uns im Wege steht oder daran hindern kann hindurch zu gehen oder hinter der etwas Falsches ist, das uns daran hindert, in Gottes Familie zu kommen. Jesus hat uns das vorgemacht. Er ging zu seinen Jüngern, aber er benützte nicht die Tür, denn er ist ja die Tür.

 

Ist das wichtig, durch welche Tür wir gehen?

Es gibt nur eine Tür zum ewigen Leben

- Jesus ist die einzige Tür

- aber die Pforte ist eng

Gott hat uns gerufen, weil er uns haben möchte, er sagt uns, was wir tun sollen und wenn wir ihm gehorchen, dürfen wir durch die einzige Tür – nämlich durch Jesus - sonst bleibt die wichtigste Tür geschlossen!

Wenn wir gehen, fragen wir uns immer, zu welcher Tür führt uns dieser Weg.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Tuesday, 22 June 2021 )
 
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