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Weihnachten, ein christliches Fest? E-Mail Drucken
Geschrieben von Vereinte Kirche Gottes  
Saturday, 19 November 2005

Weihnachten, ein christliches Fest?

 

 

Eine überraschende Geschichte

Die Festzeit ist herangekommen. Der Baum ist bunt geschmückt, die Augen der Kinder leuchten vor Aufregung und freudiger Erwartung. Es ist die Zeit des Schenkens, des Liedersingens und der schönen Lichter in der toten Winterszeit, des Festessens und der Ruhe. Ein solches Fest bleibt lebenslang in Erinnerung und wird, weil es so schön ist, an die nächste Generation weitergegeben.

Aus diesem Grund ist Weihnachten für viele Menschen auf der ganzen Welt das Fest, das man im Kreise der Familie begeht; sicherlich ein positiver Aspekt in einer Zeit, in der die Familie als Institution der Förderung und Festigung bedarf. Viele Eltern sehen im Weihnachtsfest auch eine Gelegenheit, ihren Kindern religiöse Werte zu vermitteln, denn die meisten Menschen, die sich Christen nennen, betrachten dieses Fest als heilig und von Gott gesegnet. Doch ist das wirklich der Fall?

 

Woher kommt eigentlich Weihnachten?

Christlich orientierte Menschen sind meist überrascht, wenn sie erfahren, dass Weihnachten und seine Traditionen gar nicht mit der Bibel übereinstimmen. Fast alle der heute üblichen weihnachtlichen Bräuche gehen auf Traditionen zurück, die weder mit dem Leben von Jesu Christi noch mit den Praktiken der frühen christlichen Kirchen zu tun haben. Die einzige Tatsache, die Weihnachten mit der Bibel gemeinsam hat, ist die Geburt Jesu Christi. Doch nicht einmal sein Geburtsdatum ist in der Bibel zu finden.

Es hört sich vielleicht seltsam an, dass es die meisten religiösen Feste, die mit Christi Namen in Verbindung gebracht werden, schon vor der Geburt von Jesus gegeben hat. In jedem geschichtlichen Kommentar kann man nachlesen, dass die heutigen Traditionen und Bräuche des Weihnachtsfestes bis in die Zeit der alten Ägypter, Babylonier und Römer zurückreichen. Die ersten Christen wären sicher äußerst verwundert darüber, wenn sie hören würden, dass die Bräuche, die wir mit Weihnachten verbinden, in eine Geburtstagsfeier Christi eingebunden sind.

Ein Fest wie Weihnachten war in den frühchristlichen Gemeinden bis zum 3. Jahrhundert nicht bekannt. So heißt es z.B. in der Catholic Encyclopedia Überschrift Christmas: „ Weihnachten zählt nicht zu den Festen der frühen Kirche... Erste Nachweise für das Fest kommen aus Ägypten“. Und: „Heidnische Bräuche, die sich zeitlich um die Januar-Kalenden bewegten, wurden zu Weihnachten“.

Kaum vorstellbar erscheint uns heute, dass das Weihnachtsfest bis zum 8. Jahrhundert in Deutschland noch völlig unbekannt war. Jedenfalls wurde hierzulande erst im Jahr 813 durch die Synode von Mainz eine offizielle Weihnachtsfeier angeordnet. Ebenfalls per Dekret bestimmte man, dass das Fest zur Erinnerung an die Geburt Jesu insgesamt vier Tage zu lang feiern war. Erst im 11. Jahrhundert wurde die Anzahl der Feiertage auf einer Kirchenversammlung in Konstanz auf drei Tage reduziert.

Der Ursprung des Weihnachtsfestes liegt in den religiösen Feiern zu Ehren der Sonne, die am 21.Dezember, der längsten Nacht des Jahres, wiedergeboren wird. Der neue Sonnenlauf beginnt an diesem Datum symbolisch um Mitternacht, wenn am Osthorizont das Tierkreiszeichen Jungfrau aufgeht. Das neugeborene Sonnenkind wird also aus der Jungfrau geboren.

Eine Vorstufe war auch der Mithraskult. Der altpersische Lichtgott Mithras wurde der Legende zufolge an diesem Tag aus einem Felsen geboren, dem Vorgang schauten Hirten zu.
Die Ägypter gedachten im Rahmen ihres Isiskultes an diesem Tag der Geburt des Horus.
Und die alten Germanen feierten schon in grauer Vorzeit das Jul-Fest zu Ehren der wieder erstarkenden Sonne. Ihre Gebräuche und magischen Rituale um das Julsingen, das Julfeuer und das Julbrot sind uns im Sternsingen, im Lichterbaum und im Weihnachtskuchen bis heute erhalten geblieben.
Bei den Griechen war es Pan, der Gott der Hirten und Herden, der alljährlich am Tag der Sonnenwende neu geboren wurde.

Am 25. Dezember 274 n.Chr. führte der römische Kaiser Aurelian den Kult des Sonnengottes „Sol Invictus“ ein, der in einem eigens dafür angelegten Sonnentempel in Rom verehrt wurde. Die Römer begingen zu Ehren des Saturn und seiner Gemahlin außerdem die Saturnalien, die am 25. Dezember, dem Geburtstag des unbesiegbaren Sonnengottes, zu Ende gingen.

Dieser Feiertag wurde vom römischen Kirchenführer Hippolyt übernommen und mit dem Namen Christi versehen. Er wollte damit dem heidnischen Kult entgegenwirken und die Heiden gewinnen. Kaiser Konstantin I. setzte 333 n.Chr. den Geburtstag Christi (Weihnachten) mit dem des Sonnengottes gleich. Anno 354 wurde die einsame Entscheidung des Kirchenführers Hippolyt allgemein verbindlich. Doch wurde anfänglich der Geburtstag Christi als liturgisches Fest nur in Rom und Umgebung gefeiert.

Anno 381, auf dem 2. Konzil in Konstantinopel, erhob Kaiser Theodosius das Feiern von Weihnachten am 25. Dezember zum Dogma. Zunächst verbreitete sich das Weihnachtsfest in anderen christlichen Gemeinden nur zögerlich weiter, aber bereits anno 388 wurde dieses Fest auch im kleinasiatischen Antiochia begangen.

Um das Jahr 600 wies Papst Gregor I. den ersten Erzbischof von Canterbury, Augustin, ausdrücklich an, das bestehende religiöse Brauchtum ins Christentum zu übernehmen, um dem Glauben zu weiterer Verbreitung zu verhelfen.
Die römische Kirche verschmolz also die heidnischen Zeremonien mit einem christlichen Fest und machte sie der Frömmigkeit dienstbar. Das Resultat ist jene merkwürdige Mixtur christlicher und heidnischer Riten, die das heutige Weihnachtsfest kennzeichnen.

 

Weihnachtsbräuche

Die meisten Bräuche, die sich im Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest entwickelt haben, sind eindeutig heidnischen Ursprungs und haben mit dem Christentum nichts zu tun. So wurde zum Beispiel das Tannengrün zur Zeit der Wintersonnenwende von den alten Germanen als Abwehrzauber vor den bösen Mächten benutzt. Es sollte die Geister vertreiben und Schutz vor diesen gewähren.

Nach dem Aufkommen des Christentums versuchte die katholische Kirche, diesen Aberglauben abzuschaffen. Wie sich jedermann zur Weihnachtszeit überzeugen kann, ist ihr dies nicht gelungen. Und wie immer, wenn sich eine heidnische Gepflogenheit stärker als alle Verbote erwiesen hat, wurde dieser Brauch in das Christentum integriert und ihm ein legaler Anstrich gegeben.

Viel später als das Aufstellen von Tannenzweigen kam der Tannenbaum in Mode. Anfang des 17. Jahrhunderts wird erstmals in einer Straßburger Aufzeichnung ein Tannenbaum erwähnt, der mit Äpfeln und Naschereien behängt war. Von Kerzen war noch keine Rede. Die kamen erst einige Zeit später dazu, als dieser Brauch vom Adel und dem reichen Bürgertum übernommen wurde.

Der Weihnachtsbaum, wie wir ihn kennen, fand erst anlässlich des Krieges zwischen Deutschland und Frankreich in den Jahren 1870/71 allgemeine Verbreitung. Damals sind auf Veranlassung der Generalität Weihnachtsbäume als Symbol der Verbundenheit mit den zu Hause Gebliebenen entzündet worden. Auch im ersten und speziell im zweiten Weltkrieg wurde der Weihnachtsbaum dazu benutzt, eine Brücke zwischen den Soldaten und ihren Lieben in der Heimat zu schlagen.

Den Adventskranz hat der Überlieferung nach Anfang des 19. Jahrhunderts J.H. Wichern erfunden. Er gründete damals in Hamburg eine Einrichtung zur Linderung des Elends, unter dem vor allem Kinder zu leiden hatten. Doch wurde der Adventskranz nicht überall Bestandteil der Weihnachtsbräuche. Im Erzgebirge, wo sich aus der Not geboren die Bevölkerung mit der Herstellung von Holzspielwaren befasst, stehen in den Fenstern sogenannte Weihnachtspyramiden.

Geradezu einer Revolution kam es gleich, als es um 1870 thüringischen Glasbläsern gelang, ihre Kugeln, Glocken, Trompeten etc. von innen zu versilbern. Als Christbaumschmuck sind diese Produkte heute überall verbreitet.

Auch der Brauch, zu Weihnachten allerlei Gebäck herzustellen, das es nur in dieser Zeit gibt, hat seine Wurzeln im Heidentum. Damit wollten früher die Frauen in der kargen Winterzeit die Götter besänftigen und ihre Fruchtbarkeit sichern. Und selbst das Singen von speziellen Liedern zur Weihnachtszeit hatte ursprünglich nichts mit Christi Geburt zu tun. Schon lange vorher stellten sich unsere Vorfahren laut singend ihren Göttern entgegen. Die Kirche nahm auch dieses Verhalten in ihre Weihnachtsgeschichte auf.

Wir sehen, dass fast sämtliche Bräuche rund um das Weihnachtsfest ursprünglich nichts mit der Geburt Christi zu tun hatten, die doch an diesen Tagen im Mittelpunkt stehen sollte. Da aber noch nicht einmal das diesbezügliche Datum überliefert worden ist, kommt es wohl auf das Drumherum auch nicht mehr an.

Für die Kinder ist Jesus Christus bzw. das Christkind sowieso zum Gabenbringer verkommen. Aber nicht einmal das ist einheitlich. In manchen Gegenden Deutschlands bringt der Nikolaus die Weihnachtsgeschenke, wobei er persönlich auftritt.
Anderswo erscheint das Christkind in eigener Person.
Und schließlich gibt es auch noch den Weihnachtsmann. In vielfacher Gestalt und Tausenden von Duplikaten steht er vor jedem größeren Kaufhaus und sorgt dafür, dass der kleine Rest an Besinnlichkeit immer mehr dem Umsatzdenken geopfert wird.

 

Ist es egal, wie Gott darüber denkt?

Fast alle Menschen weltweit halten Weihnachten für ein christliches Fest. Die meisten Menschen, die sich Christen nennen, sehen dieses Fest sogar als heilig und von Gott gesegnet an. Doch es ist kein Geheimnis und man kann es in jedem geschichtlichen Kommentar nachlesen, dass Weihnachten kein christlicher Brauch ist, sondern vom Heidentum übernommen wurde.

In der Bibel lesen wir von einem Baum, der schon 600 Jahre vor der Geburt Jesu Christi ähnlich geschmückt wurde wie der heutige Weihnachtsbaum. Dort heißt es:

„Man fällt im Walde einen Baum, und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser ein Werk von Menschenhänden, und er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle“ (Jeremia 10:3-4).

 

Doch das häufigste Argument ist: „Na schön, Weihnachten mag ursprünglich ein heidnischer Brauch gewesen sein; doch wir feiern es heute nicht als Sonnenkult oder um einen falschen Gott zu ehren, sondern als Fest der Liebe und Versöhnung, als Gedenktag an Christi Geburt“.

 

Was sagt die Bibel dazu?

Gott lässt uns in seinem Wort wissen:

...„so hüte dich, dass du dich nicht verführen lässt, es ihnen (den Heiden) nachzutun..., und dass du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun! So sollst du dem Herrn, deinem Gott nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was dem Herrn ein Greuel ist und was er hasst“ (5. Mose 12:30-31).

 

Gott macht uns in der Bibel unmissverständlich klar, dass er diese Art von Gottesdienst nicht akzeptiert, auch wenn sie zu seiner Ehre gedacht ist. Denn es ehrt nicht ihn, sondern heidnische Götzen. Gott will nicht, dass wir ihm nach unserem eigenen Ermessen dienen. Die Heilige Schrift zeigt uns, dass Gott keine Anbetung akzeptiert, die in das Gewand heidnischer Bräuche und Gottesdienstformen gekleidet ist.

Bei anderer Gelegenheit stellt Jesus fest:
„Vergeblich dienen sie mir, weil sei lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind“ (Matthäus 15:9).
Weiter sagt Jesus:
„Gar fein hebt ihr Gottes Gebot auf, auf dass ihr eure Satzungen haltet“ (Markus 7:9).
Die Zürcher Bibel übersetzt:
„Prächtig verwerft ihr das Gebot Gottes, um Überlieferungen zu befolgen“.

 

 

Täuschen wir uns selbst?

Millionen Menschen tun genau dies und missachten damit das Gebot Gottes. Gott gebietet uns in Bezug auf die Anwendung heidnischer Sitten zu seiner Ehre:

„So sollst du dem Herrn, deinem Gott, nicht dienen!“
Doch die meisten Menschen messen heute diesem göttlichen Gebot keine Bedeutung mehr bei, sondern folgen der menschlichen Tradition.

 

Gott nimmt es zwar hin, dass wir ihm den Gehorsam verweigern. Er nimmt es auch hin, dass wir die menschlichen Traditionen mitmachen und sündigen. Aber was wir säen, das werden wir eines Tages ernten! Gott wird uns einmal nicht nach unserer Meinung beurteilen, sondern nach seinem Wort. Das betrifft auch die Frage der Weihnachtsfeier. Hier handelt es sich um keine belanglose Äußerlichkeit. Es geht vielmehr darum, ob wir Gott gehorchen wollen oder nicht. Wir müssen glauben, dass seine Anordnungen zu unserem Besten dienen, auch wenn wir sie nicht immer ganz verstehen.

 

Weihnachten und die biblische Geschichte

Über Weihnachten findet man nichts in der Bibel.
Sehen wir uns einmal die Schriftstellen an, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht werden.
In Lukas 2:1-3 heißt es:

„ In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen“.
? Und das im kalten Winter, auf unbefestigten Straßen, in Eis und Schnee. Es betraf ja viele Menschen, darunter Babys, Kinder, Schwangere und alte Menschen?

 

In Lukas 2:8 steht:

„In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde“.
? Auch das soll mitten im kalten Winter gewesen sein? Im Winter befanden sich keine Herden auf dem Feld!

 

Matthäus 2:1:

„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem“.
? Hier steht nichts von drei Königen und erst recht nichts von deren Namen.

 

Im Neuen Testament steht auch weder etwas von einem Ochsen noch von einem Esel im Stall von Bethlehem.

Und bezüglich der Geburt Christi finden wir im Lexikon für Theologie und Kirche:

„ Der wirkliche Geburtstag Jesu ist unbekannt“.

 

 

Was sagt Gott dazu?

Römer 1:25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers.
Jeremia 10:2-5 So spricht der Herr: Gewöhnt euch nicht an den Weg der Völker, ... ... Denn die Gebräuche der Völker sind leerer Wahn.
Markus 7:7-8 Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

Kann man, wenn man das alles weiß, noch Weihnachten feiern?

Text entnommen aus der Zeitschrift "Intern" Juli 2004 der Vereinten Kirche Gottes.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Saturday, 19 November 2005 )
 
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