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Kann man als Christ Fasching / Karneval feiern? E-Mail Drucken
Geschrieben von Siegfried Schönwald  
Sunday, 11 January 2015

Kann man als Christ Fasching / Karneval feiern?

Heute nennt man sie die 5. Jahreszeit.

Im Norden feiert man Karneval, im Süden Fasching, Fasnacht oder Fasnet.
Im Althochdeutschen Wortstamm findet man zur Fasnacht „fasen“,
zum Wort „narro“ zunächst „Geisteskranker“,
später verstand man darunter jeden, der sich „albern“ benahm.
Im Mitteldeutschen „faseln“, im Französischen „farce“ und im Italienischen “farsa“.
Heute versteht man noch darunter schwindeln, dumm schwätzen, Quatsch machen.
Eine andere Deutung ist die, dass das Wort „Karneval“ von „carni vale dicere“ (Fleisch lebe wohl) entstanden ist, weil im Anschluss an den Karneval das Christentum mit dem Fasten beginnt.

Am 11.11. um 11 Uhr 11 starten die „Jecken in Köln, in Aachen und in Düsseldorf, die „Närrinnen und Narrhalesen“ von Mainz bis München mit Begeisterung in die neue Kampagne. Die „Wutz“ wird erst nach Sylvester los gelassen und endet am Aschermittwoch.

Die Ursprünge liegen in den Religionen des vorderen Orients, der Babylonier, Phönizier, Hethiter, Ägypter, Griechen und Römer.
In Syrien waren es die Fruchtbarkeitsriten zu Ehren der Astarte, in Ägypten des Osiris und in Athen des Gottes Dionysos, des Gottes des Weines und der Fruchtbarkeit. Der lateinische Name ist Bacchus. In den Straßen wurde kostenlos Wein ausgeschenkt. Ausgelassen wurde gefeiert. Da jeder soviel trinken konnte wie er wollte, kam es zu ekelhaften Exzessen und Ausschweifungen jeder Art.

Auch in Rom wurde so gefeiert. Überall, in allen Städten, wurde jeweils ein Mann aus dem Volk zum König der Saturnalien, zum „Spottkönig“ gewählt.
Heute ist es der Karnevalsprinz.
Es war alles erlaubt.
Die Masken begünstigten den Leichtsinn und die Prostituierten hatten ihren festen Platz.
Die anständige Bürger der römischen Städte, die auf Ehre und Ruf ihrer Familie etwas hielten, schickten ihre Frauen und Töchter aufs Land.

Die heutigen Wagen, die hauptsächlich am Rosenmontag – dem rasenden Montag – an den Umzügen teilnehmen, kommen von den „Schiffswagen“, die damals in den Prozessionen mitgeführt wurden. Man nannte sie „Carrum navale“ (Narrenschiffe). Auf ihnen wurden die Götter mitgeführt und zu den Tempeln gebracht. Große Phallusstatuen , d.h. symbolische Abbildungen des männlichen Geschlechtsteils, wurden zur Schau gestellt. Diese Darstellungen kannte man in vielen vorderasiatischen Religionen. Hieraus entstanden dann hässliche Spottlieder, die Vorläufer der heutigen Karnevalslieder.

Im Jahre 1091 auf dem Konzil von Benevent wurde die Fastenzeit auf 45 Tage vor Ostern festgelegt und dass aller „Mummenschanz“ aufzuhören habe.

Von den Germanen sind noch Riten in der allemanischen Fasnet zu finden. Die Vermummung sollte gegen übermächtige Geister und Dämonen schützen. Sie wurden am Winterende in die Flucht geschlagen. Dies geschah mit viel Lärm und Getöse.

Es steht außer zweifel, dass sich bereits sehr früh heidnischer Kult und christliche Überlieferung zusammengefunden haben. Die Kirche hat zwar immer wieder versucht, diesen „Heidenspuk“ zu überwinden oder rigoros zu verbieten.

In der katholischen Kirche gibt es sogar einen Heiligen, einen Märtyrer – Dasius-, der im Jahre 303 wegen seiner Ablehnung des Karnevals sein Leben gelassen hatte.
Man wählte ihn in seiner Legion zum Spottkönig und somit sollte er den Festzug anführen.
Aber er lehnte ab – hier Christus, dort Belial!

Um den Umtrieben ein Ende setzen zu können, setzte man den Aschermittwoch ein.
Selbst in den Klöstern des Mittelalters stand zur Faschingszeit alles kopf. Besonders in den Frauenklöstern wurde einst kräftig mit gefeiert. Die Übertretungen müssen so gravierend gewesen sein, dass die Jesuiten mit einer ausführlichen Bußpropaganda dagegen zu Felde zogen. Sie versuchten die Ausschweifungen zu begrenzen. Die Reformatoren dagegen bekämpften die Bräuche mit dem Argument, dass sie durch die Aufhebung der erstmals strengen kirchlichen Fastenzeit vor Ostern ohnehin ihren Sinn verloren hätten.

Auch kämpfen heute noch einzelne Pfarrer gegen diesen Brauch.
Im Februar 1978 gab es einen Streit zwischen Eltern und einem protestantischem Pfarrer um Kindermasken am Rosenmontag. Er wollte nicht mehr, dass in seinem Kindergarten am Rosenmontag die Kinder mit Masken erscheinen. Sein Argument:

die Kirche habe nichts mit Fastnacht zu tun, es stamme aus heidnischen Kulten.
Die Verantwortung für Kinder und Jugendliche, seelsorgerische Erfahrungen und persönliche Glaubensüberzeugungen hätten ihn dazu bewogen. Jeder möge feiern, wie er es verantworten könne, nur solle in den kircheneigenen Häusern dies nicht getan werden.

 

Was sagt Gott dazu?

Schon im Alten Testament warnte Gott sein Volk vor solchen heidnischen Treiben:

"... so hüte dich, dass du dich nicht verführen lässt, es ihnen (den Heiden) nach zu tun... und dass du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst:
Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient?
Ebenso will auch ich es tun!
So sollst du dem Herrn, deinem Gott nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was dem Herrn ein Gräuel ist und was er hasst "
(5. Mose 12:30-31).

 

Dazu schreibt Jeremia 10,3:

„Denn die Gebräuche der Völker sind leerer Wahn.“

 

Auch Gottes Volk im Neuen Testament wird davor gewarnt:

 

„Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht.
Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“
(1.Joh 2,15-17).

 

Paulus schrieb an die Epheser :

 

„Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! „ (Eph 5, 10-11)

 

Kann man, wenn man dies weiß, als Christ Fasching mit feiern?

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Sunday, 11 January 2015 )
 
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