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Geschrieben von Paul Kieffer  
Friday, 06 November 2015

Notlüge

Leserfrage:

Eine Frage an euch, was ihr meint, wie Gott das Verhalten desjenigen wohl mal beurteilen würde:

  Wir sahen in einer Reportage, dass in Frankreich jemand damals im 2. Weltkrieg viele tausende von Juden vor der Vernichtung beschützt hatte, weil er ihre Pässe gefälscht hatte. Er setzte sich bis zum eigenen körperlichen Umfallen für diese Menschen ein und immer mit der Angst, selbst erwischt zu werden.
Er widersetzte sich den Gesetzen der damaligen kranken Regierung – aber er rettete Menschenleben mit seinem Verhalten!

  Etwas gegen menschliche Gesetze zu tun, um Menschenleben zu retten. Scheinbar schlechtes (Fälschung ist laut menschlichen Gesetz strafbar) für gute lebensrettende Maßnahmen tun?!
Hm…
Wie sieht Gott es wohl?

  Würde mich interessieren, was meint ihr?

(A.P.,Dorsten)

Lesrantwort

Gute Frage !

Aus meiner Sicht würde ich denken, dass dadurch das 9. Gebot DU SOLLST NICHT LUEGEN/FAELSCHEN verletzt wird und so grausam es klingt muss man doch Gottes Gebote halten er befiehlt es den Menschen. Wir dürfen ja wissen dass alle Menschen einmal bei der 2. Auferstehung wieder leben dürfen folgedessen werden auch diejenigen  die durch die fürchterlichen Kriege umkommen mussten wieder leben können.

E.L.,Dornach

Nachfolgend ein Kommentar der United Church of God zu Rahab:

Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass einige das biblische Lob für Rahab als Billigung ihrer Lüge gegenüber den Männern, die auf der Suche nach den Spähern waren. Darauf basierend argumentieren sie, dass Lügen für "eine gute Sache" in Ordnung ist. Das ist jedoch -- niemals -- der Fall (3. Mose 19,11; Sprüche 12,22). Die "Nelson Study Bible" behandelt verschiedene Sichtweisen zu Rahabs Lüge und schließt mit der Erklärung ab, die sie bevorzugt:
"Eine Lüge ist eine Lüge ... und Rahabs Tat war nicht in Ordnung. Ganz gleich wie gut ihre Absicht war, hat sie gesündigt. In ihrem Fall ist diese Sünde verständlich, denn ihr fehlte die volle Erkenntnis über den lebendigen Gott. Das heißt, dass das, was sie tat, falsch war, aber sie wusste es nicht besser. Wir müssen zwischen Rahabs Glauben und der Art, wie sie ihn ausdrückte, sorgsam unterscheiden. Die Bibel lobt Rahab wegen ihres Glaubens und nicht wegen ihrer Lüge. Ihr Handeln wäre edler gewesen, hätte sie die Späher auf andere Weise beschützt. Sie tat jedoch das Beste, was sie konnte. Die Bibel nennt Rahab eine Hure, aber das dürfen wir nicht als Billigung solcher Unmoral auffassen. Wie wir auch, hatte Rahab einen Charakter mit unterschiedlichen Nuancen. Sie glaubte an Gott und war bemüht, ihn und sein Volk zu ehren. Dafür wird sie gelobt. Wir sollen Rahab auf die Weise ehren, wie die Bibel sie ehrt. Sie war eine große Heldin des Glaubens, der eine ungewöhnliche Herkunft hatte. Mit der Zeit wurde ihr Name nicht nur wegen ihrer Tat geehrt, sondern auch dafür, was sie wurde -- eine Mutter in der Ahnentafel Jesu" (Stichwort "Lügen").

Mit der Zeit hat sich Rahab mit der Hilfe der Gesetze Gottes und seines Geistes von ihrer früheren Lebensweise abgewendet. Das muss sie getan haben, um später einen prominenten Israeliten geheiratet zu haben. Es ist daher wahrscheinlich, dass sie mit der Zeit ihre Lüge als falsch erkannt und sie bereut hat, wie wir alle unsere Sünden bereuen müssen.

Paul Kieffer

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 06 November 2015 )
 
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