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1.Joh 3,9 - wiedergeboren, dann ohne Sünde? E-Mail Drucken
Geschrieben von Siegfried Schönwald  
Friday, 18 March 2016

1.Joh 3,9 - wiedergeboren, dann ohne Sünde?

Viele Menschen, die Jesus angenommen haben nehmen an, dass sie wiedergeboren sind. Nicht nur das, sondern sie glauben, dass sie auch nicht mehr sündigen. Als Beweis zitieren sie 1.Johannes 3,9:

„Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren.“
Das griechische Wort gennao für „geboren“ kann auch als „gezeugt“ übersetzt werden. So hat es auch Menge übernommen.

 

Welches von diesen beiden Wörter übernommen werden kann bestimmt der Zusammenhang.

Hier finden wir die Antwort in den Versen eins und zwei:

„Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden - und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.“ (Neues Leben ÜS).
Heute sind wahre Christen gezeugte Kinder Gottes.

 

 

Was geschieht wenn man „aus Gott geboren“ wird?:

Jesus erklärte Nikodemus, einem jüdischen Oberen, was geschieht, wenn man neu geboren wird:
„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:
Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:
Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.“
(Joh 3,3-8).
Johannes schreibt in Kapitel 4, Vers 24:
„Gott ist Geist,...“.
Das bedeutet, wenn man von Gott geboren wird, dass man Geist ist:
„Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.“ (Joh 3,6 – Schlachter-ÜS).

 

Sind die Menschen, die glauben nach der Bekehrung wiedergeboren zu sein, aus Geist?

Dazu schreibt Paulus in 1.Korinther 15, 49 – 52 :

„Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;“
Von Gott geboren zu werden bedeutet also eine Verwandlung und zwar vom fleischlichen ins geistliche.

 

Jesus wurde als Mensch vom heiligen Geist gezeugt. Als er nach seiner Auferstehung vom Vater zu seinen Jüngern kam, ging er durch verschlossene Türen:

„Und nach acht Tagen wieder waren drinnen seine Jünger und Thomas bei ihnen. Kommt Jesus, die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte und sagte: Friede euch!“ (Joh 20,26+19).
Können „wiedergeborene“ Christen durch Türen gehen?

 

 

Wann werden wir „Wiedergeboren“?:

„.. und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ (1.Kor. 15,52).
Die Wiedergeburt liegt in der Zukunft und unser Zustand wird sich ändern von Fleisch und Blut in Geist.

 

Jesus ist der Erstgeborene und die „Wiedergeborenen“ werden ihm gleich sein:

„Denn die er (der Vater) ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. (Rö 8,29).
Eine erfolgreiche Geburt ist etwas absolutes.
Zuerst kommt aber die Zeugung. Von der Zeugung bis zur Geburt muss viel beachtet und getan werden, damit es nicht zu einer Fehlgeburt kommt.

 

 

Wann kann es bei Christen, die von Gott gezeugt wurden, zu einer Fehlgeburt kommen?:

 

 

  • wenn sie aufhören den Willen Gottes tun
  • „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ (Mt 7,21).

     

     

  • wenn sie vom Glauben abfallen
  • „Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, ..“ (1.Tim 4,1).

     

     

  • wenn sie die Lehre der Bibel ändern
  • „Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, .“ (2.Tim 4,3).

     

     

  • wenn man wieder zurück zu den Traditionen der Welt kehrt
  • „Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen ..“ (2.Tim 4,10).

     

     

  • wenn man sich verführen lässt
  • „Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens.“ (2.Thes 2,3).

     

     

  • wenn man seine Berufung nicht fest macht, in dem man fest im Glauben bleibt
  • „Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln ..“ (2.Ptr 1,10).

     

    „Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße / Reue, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.“ (Hebr 6,4-6 und Kap. 10,26-27):

 

Wir sehen an Hand dieser Schriftstellen, dass es schon immer Menschen gegeben haben, die sich von Gott abgewandt hatten und es auch in Zukunft berufene Menschen geben wird, die sich von Gott abwenden werden.

Menschen waren von Gott berufen und sind dennoch abgefallen und es werden auch noch abfallen in der Zukunft.

 

Können Christen, die behaupten „wiedergeboren“ zu sein, sündigen?

Wenn man „gennao“ in der Bibelstelle 1.Johannes 3,9 mit „geboren“ übersetzt – nein.
Wenn man es mit „gezeugt“ übersetzt – ja.

 

Was sagt die Bibel dazu?:

Paulus schreibt nach ca. 20 Jahre seiner Bekehrung an die Römer:

 

„Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, dass das Gesetz gut ist. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, dass das Gesetz gut ist. So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. So finde ich nun das Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich stimme freudig zu dem Gesetz Gottes gemäß dem inneren Menschen; Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.“ (Rö 7,15-25).

 

Solange wir noch Fleisch und Blut sind müssen wir gegen die Sünde kämpfen.

 

Was ist überhaupt Sünde?

„Wer sündigt, missachtet das Gesetz Gottes, denn Sünde bedeutet immer Auflehnung gegen Gottes Gesetz.“ (1.Joh 3,4).

 

Wie man sieht, musste Paulus noch 20 Jahre nach seiner Berufung mit der Sünde kämpfen.
Der Einzige, der als Mensch ohne Sünde war, war Jesus:

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester (Jesus), der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.“ (Hebr 4,15).

 

„er (Jesus), der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; .“ (1.Ptr 2,22).

 

Johannes schreibt, wer behauptet kein Sünder zu sein, sagt nicht die Wahrheit:

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (1.Joh 1,8).
Das heißt aber nicht, dass wir nach der Bekehrung weiter sündigen können, weil wir dazu als fleischliche Menschen nicht perfekt dazu fähig sind.

 

Paulus schreibt dazu, dass man gegen die Sünde kämpfen muss:

 

„Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde ..“ (Hebr 12,4).

 

„Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, ..“ (Hebr 12,1).

An die Römer schreibt er:
„So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.“ (Röm 6,12).
Wir sehen, dass man bei der Auslegung der Bibel sehr vorsichtig sein muss. Bei der Übersetzung von einer Sprache in eine andere treten generell Schwierigkeiten auf. Es kann für manche Wörter der einen Sprache mehrere Möglichkeiten geben in die andere Sprache zu übernehmen. Manchmal sogar bis zu 20 Möglichkeiten und da kann es auch noch sein, dass auch gleichzeitig das Gegenteil darin enthalten ist. So kann man bei einer Übersetzung den Sinn verändern. Manche Wörter gibt es in der anderen Sprache überhaupt nicht.

 

Bei der Bibelübersetzung kommt noch der eigene Glaube des Übersetzers dazu. Das sieht man bei den verschiedenen Bibelübersetzungen, die es heute gibt.

Wie kann man feststellen, dass eine Stelle nicht richtig übersetzt ist?

Wenn an einer anderen Stelle etwas anderes für dieses Thema steht. Die Bibel kann sich nicht widersprechen – warum nicht:

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, ..“ (2.Tim 3,16).

 

„Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.“ (2.Ptr 1,21).

Zum Verständnis der Bibel ist noch etwas entscheidendes notwendig:
„Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.“ (1.Kor 2,14).

 

 

Was sagt die Bibelstelle 1.Johannes 3,9 wirklich aus:

Es ist noch kein Mensch von Gott neu geboren, sondern gezeugt und muss gegen die Sünde ein Leben lang kämpfen. Die Wiedergeburt erfolgt bei der Wiederkunft von Jesus und nach der Umwandlung in Geist wird er nicht mehr sündigen.

 

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 18 March 2016 )
 
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